Sonderausstellung 2026
Eröffnung 30. April 2026 um 18h
Die Ausstellung „Frauen der 1920er Jahre und ihre Mode“ beleuchtet die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen der 1920er Jahre aus der Perspektive von Frauen – erzählt über ihre Kleidung. Nach dem Ersten Weltkrieg wandelte sich das Rollenbild der Frau dramatisch: politische Teilhabe, berufliche Tätigkeiten und ein neues Körperbewusstsein beeinflussten auch ihre äußere Erscheinung. Die Mode dieser Zeit ist Ausdruck von Aufbruch, Emanzipation und kultureller Rebellion.
Originale Kleidungsstücke, Textilobjekte, Fotografien, Filme, Zeitdokumente, moderne Kunst und interaktive Stationen lassen das Lebensgefühl der 1920er Jahre aufleben – mit einem besonderen Fokus auf der Rolle der Textilindustrie und dem weiblichen Arbeitsalltag in Fabriken wie jener in Weitra.

Leben mit und an der Grenze 1920–2020 – Život s hranicemi a na pomezí 1920–2020

Ein bilaterales Forschungsprojekt zu 100 Jahren Grenzgeschichten (ATCZ00230)
Finanzierung: Gefördert (80%) im europäischen Programm INTERREG 2021-2028
Laufzeit: Juni 2025 bis Mai 2028
Projektleitung: Brigitte Temper-Samhaber
Projektmanagement: Manuela Moro
Beschreibung
Neue Forschungsansätze und Vermittlungsmethoden zu 100 Jahren Grenzgeschichte stehen im Mittelpunkt des bilateralen Projekts „Paměť Hranice – Gedächtnis Grenze“. Fünf Partnerorganisationen aus Südböhmen und Niederösterreich haben mit dem tschechischen Institut „Paměť národa“ als Lead-Partner die Einreichung im EU-Programm Interreg erarbeitet und dürfen sich nun über die Genehmigung freuen. Im Juli 2025 erfolgte mit einem Kick-off Meeting der offizielle Projektstart.
Das Museum Alte Textilfabrik in Weitra ist – neben dem Institut Geschichte des ländlichen Raums in St. Pölten (IGLR) und der für Waldviertel Akademie – Projektpartner auf der österreichischen Seite.
Geografisch liegt der Fokus des Projektes auf der niederösterreichisch-oberösterreichisch-südböhmischen Grenze, inhaltlich auf den Dynamiken von Neben-, Gegen- und Miteinander auf lokaler Ebene: Die Region als „Austragungsort der großen Geschichte“.
Das Projekt wird nicht nur die vielbeschriebenen Themen von Annexion und Vertreibung, Eisernem Vorhang und Flucht behandeln, sondern auch die weniger erzählte Geschichte von regionaler Identität, gegenseitiger medialer Wahrnehmung, lokalen Wirtschaftsbeziehungen über die Grenze hinweg in den Blick nehmen. Das Museum Alte Textilfabrik konzentriert sich in diesem Zusammenhang mit dem Ende einer sehr starken Textilindustrie die unsere Regionen mitgeprägt hat.
Historische Forschung soll in dieser dreijährigen Zusammenarbeit zu einem vertieften Verständnis von grenzüberschreitender Nachbarschaft in ihren historisch gewachsenen Lebens- und Erfahrungswelten beitragen. Ein wesentliches Ziel ist die Vorbereitung einer touristischen Nutzung der Forschungsergebnisse. Das Projekt wird einen Themen-Radweg erarbeiten, in der Vermittlung auf zwei Museale Orte zurückgreifen, ebenso digitale Medien sowie auf die Einbeziehung von Bevölkerung und Stakeholdern setzen, um möglichst breite Zielgruppen anzusprechen.
Das Projekt wurde von österreichischen und tschechischen Partnern gemeinsam entwickelt und wird nun nach erfolgreicher Genehmigung im europäischen INTERREG Programm umgesetzt.
Projektpartner:
- Post bellum, České Budějovice
- Institut für Geschichte des ländlichen Raums (IGLR), St. Pölten
- Museum Alte Textilfabrik, Weitra
- Waldviertel Akademie, Waidhofen a.d.Th.
- Stadtgemeinde Nové Hrady
Strategische Partner:
- Jihočeský Kraj -Kreis Südböhmen
- Waldviertel Tourismus
- Tourismusverband Mühlviertel
- Museumsmanagement Niederösterreich
Franz Kafka und Josef A. Schumpeter
Söhne der Industrie
Söhne der Industrie – synové průmyslu SPF-02-001
Sonderausstellung 2025 – 4. 7. – 2.11.
Josef Šumpetr nimmt in seinen bahnbrechenden wirtschaftswissenschaftlichen Theorien Stellung zu heute wieder sehr relevanten Fragen, wie zum Verhältnis Kapitalismus und Demokratie.
In Třešt´ aufgewachsen begann er seine wissenschaftliche Laufbahn als Professor in Graz
Franz Kafka war als Unternehmer wenig erfolgreich. Als Angestellter der “Arbeiter-Unfall-Versicherung” hat er bei seinen Betriebsbesuchen allerdings tiefe Einblicke in die Arbeitsalltag der Fabriksarbeiter erhalten und sich immer wieder für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen eingesetzt. Kafka hat geografische Bezüge sowohl nach Třešt´ als auch in die Region Waldviertel, speziell Gmünd.

Ziel ist die Vermittlung der Themen: Wirtschaft, Demokratie und Region, anhand der Biografien zweier bedeutender Persönlichkeiten mit Bezug zur Region.
Die aktuelle Aufarbeitung und Vermittlung des Themas schafft neue kulturtouristische Impulse. Besonderer Wert wird auf eine zeitgemäße didaktischen Vermittlungsformen gelegt und versucht speziell auch jungen Menschen anzusprechen. Im Zuge der Vorbereitung und Umsetzung werden bestehende transregionale Kooperationen gestärkt oder neu begründet: z.B. Waldviertel Akademie, Junge Uni, Universität Wien, Donau Uni Krems, Schumpeter Gesellschaft Wien; etc…

SOMMERFRISCHEFEST am 26. Juli 2025
Die historische Parkanlage rund um die ehemalige Modewarenfabrik Hackl wird wieder für einen Abend zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Sommerfestes in romantischem Ambiente.
In Verbindung mit der ab 4. Juli laufenden Sonderausstellung über Franz Kafka und Josef A, Schumpeter – Söhne der Industrie, tauchen wir gemeinsam ein in das Flair der 1920er Jahre, mit Texten und Musik aus dieser Zeit.

Claudia Volf und Sigrid Machowetz
voller Esprit und Nostalgie

Mit Charme, Witz und einem Augenzwinkern entführen die Sängerin Claudia Volf und die Pianistin Sigrid Machowetz ihr Publikum in die goldenen 1920er und 1930er Jahre.
Gemischt mit amerikanischen Standards aus dieser Epoche entsteht ein Programm voller Musik, Humor und Zeitgeist – liederlich, leicht und absolut charmant.
Jumping Jungle
Die coolste Jugend-Jazzband Europas!

Trotz ihre Jugend (sie sind erst 13-16 Jahre alt!!) haben sie schon eine Menge Auftrittserfahrung: Sind regelmäßig bei den Inntönen in Diersbach, im Borgy und Bess, zahlreiche Jazzlokale in Österreich, sie sind aber auch regelmäßig in Italien zu Gast. Es verbinden Sie Freundschaft, die Liebe zu Jazz, Soul, Funk, Groove und eine ansteckende Spielfreude die sofort auf Publikum überspringt!
Erstmals treten sie in unserer Region auf, bevor es am nächsten Tag zum Festival Wellenklänge geht!
Diesen Live-Act darf man keinesfalls versäumen!!
Fast Fashion Mode: zu billig, um wahr zu sein.
Sonderausstellung 24/25 bis 29.6.
Fast Fashion ist die schnelle Mode – Kleidung wird anhand aktueller Trends designed und möglichst schnell und kostengünstig produziert. Eine Studie aus dem Jahr 2017 belegt, dass die Zeitspanne in Fast Fashion-Unternehmen nur fünf bis sechs Wochen vom ersten Entwurf bis zum Verkauf beträgt. In traditionellen Modeunternehmen liegt dieser Zeitraum oft bei mehr als einem halben Jahr. Von Ultrafast Fashion spricht man bei Online-Händler, die so schnell agieren, dass die Artikel bereits verkauft sind, bevor sie überhaupt produziert wurden. Für uns Konsumenten ist der Reiz von Fast Fashion mehr als verlockend, kann man doch immer die aktuellen Modeartikel sehr preisgünstige erstehen. Und Dank des äußerst niedrigen Verkaufspreises ist es auch kein Problem, viele unterschiedliche Kleidungsstücke zu besitzen und so immer mit der neuesten Mode zu gehen.
Die Schattenseiten sind uns allen zumindest ansatzweise bekannt.
Der Trend zur Wegwerfkleidung: 5,8 Millionen Tonnen Kleidung landen in Europa jedes Jahr auf dem Müll.
Die soziale Ausbeutung von Arbeitern und Arbeiterinnen: Hungerlöhne, die zum Leben zu viel und zum Sterben zu wenig sind.

Jedes Jahr werden rund 60.000 Tonnen Alttextilen – hauptsächlich aus Europa und der USA – nach Chile exportiert. der Großteil davon landet in der Atacama Wüste! (C) FAZ
Die Erzeugung und Weiterverarbeitung der Rohstoffe: Hoher Wasserverbrauch, Freisetzung von Treibhausgasen und teilweise hochgiftigen Chemikalien.
Die Sonderausstellung im Museum Alte Textilfabrik zeigt die Hintergründe und Auswirkung von Fast Fashion von vielen Seiten und erlaubt so den BesucherInnen sich selbst ein Bild über dieses Geschäftsmodell der Bekleidungsindustrie zu machen, die unsere sozialen Strukturen, unser Wirtschaftssystem und unseren Lebensraum zu bedrohen scheint.
Verlängerung der Auszeichnung Museumsgütesiegel um weiter 5 Jahre
Am 9. Oktober wurde für unser Museum Alte Textilfabrik das Museumsgütesiegel für weitere fünf Jahre verlängert. Diese Auszeichnung ist nicht nur eine, die am Papier etwas hermacht. Es ist eine Qualitätsauszeichnung für ein Museum, das seinen Besuchern ein besonderes Museumserlebnis bietet. Dazu gehört neben der Bewahrung des kulturellen Erbes unter anderem auch die qualitätsvolle Präsentation, wissenschaftlich fundierte Aufbereitungen und das beständige Streben, den Besucherinnen und Besuchern ein einmaliges Erlebnis zu bieten.
